Die Haltung der Samojeden

Der wunderschöne Samojede gehört der nordischen Schlittenhunderassen an, ist jedoch, im Gegensatz zu vielen anderen, besonders auf Menschen fixiert. Schon früher wurden diese Tiere als Bettwärmer, Jagdhilfe und Hüter für die Kinder eingesetzt.

Er arbeitete also stets eng mit seinen Menschen zusammen. Sie wurden als sehr vielseitig einsetzbare Hunde gezüchtet, brauchten jedoch stets die Nähe zu ihren Menschen.

Die Nähe zu ihren Menschen brauchen diese Hunde auch heute noch. Samojeden sind sowohl Familien- als auch Begleithunde. Trotzdem ist ihnen anzumerken, dass Sie vor allem als Arbeitshunde gezüchtet werden.

Sie gelten als sehr neugierig und sind stets an ihrem Umfeld interessiert. Aus diesem Grund reicht es diesen Tieren nicht aus, nur im Garten ihren Auslauf zu haben. Sie wollen beschäftigt werden und gemeinsame Unternehmungen mit der ganzen Familie erleben.

Wo sollten Samojeden gehalten werden?

Samojeden gehören auf gar keinen Fall in einen Zwinger. Das vor allem aus dem Grund, weil ihm der Kontakt zu Menschen sehr wichtig ist. Tiere, die ausschließlich im Zwinger leben würden, können keine vernünftige Bindung zu ihrem Besitzer aufbauen. Diese Bindung ist jedoch die Grundlage für die Erziehung der Tiere. Betroffen Hunde würden also dazu neigen, über Zäune zu springen, stundenlang herumzustreunen oder beim Spaziergang nicht auf die Kommandos der Hundebesitzer zu hören. Sie gehören also nicht nach draußen, sondern ins Haus zum Rest der Familie. Und das durchgehend, nicht nur für eine kurze Zeit.

Samojeden brauchen viel Bewegung

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dieser Hunderasse um Tiere, die sehr viel Bewegung brauchen. Aus diesem Grund raten Experten dazu, mindestens 2 Stunden für eine ordentliche Bewegung zu sorgen.

Das am besten in Form von Spaziergängen, wobei Sie immer mal wieder andere Strecken laufen sollten. Sobald die Tiere nicht ausgelastet sind, neigen Hunde dieser Rassen dazu, ihre Umgebung aus lauter Langeweile zu zerstören.

Das würde natürlich wieder die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Liebling negativ beeinflussen.

Samojeden als Familienhunde

Grenzen Sie Ihr vierbeiniges Familienmitglied niemals aus. Denn Samojeden sind sehr offene und freundliche Hunde, welche vor allem ihr Menschenrudel brauchen und in die Familie aufgenommen werden wollen. Sie möchten ebenfalls integriert werden und aktiv am Familienleben teilnehmen. Das betrifft ebenfalls seinen Schlafplatz, denn dieser sollte so nah wie möglich an seiner Familie sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, das Nachtlager Ihres Hundes in Ihr Schlafzimmer zu verlieben.

Diese Hunde möchten natürlich auch am Tag stets bei Ihren Menschen sein. Sie wollen Sie neugierig beim Kochen beobachten, mit den Kindern spielen oder aber bei gemeinsamen Kuscheleinheiten ein Päuschen einlegen. Bitte grenzen Sie Ihren Hund niemals aus oder beschränken Sie die Anwesenheit der Tiere auf nur einen Raum. Denn Samojeden reagieren darauf sehr sensibel, sodass er stark leiden würde.

Alleine lassen oder mitnehmen?

Samojeden können so erzogen werden, dass Sie Ihren Hund nahezu überall mit hinnehmen können. Vorausgesetzt natürlich, dass dort Hunde gestattet sind. So ist es nicht gerade selten zu beobachten, dass Besitzer ihre Tiere auch mit zum Arbeitsplatz nehmen. Denn der Samojede ist auf keinen Fall ein Hund, welcher sich zum Alleinlassen eignet. Wichtig ist es, wenn es gar nicht zu vermeiden ist, in ganz langsam daran zu gewöhnen.

Dabei sollten Sie des Weiteren dringend darauf achten, dass er nur einige wenige Stunden am Tag alleine ist und er ansonsten sehr gut ausgelastet wird. Tiere, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum alleine gelassen werden, sind ohne ihr Rudel sehr traurig und leiden stark darunter. Tiere dieser Hunderassen neigen dazu, wenn sie sich alleine fühlen, Möbel und andere Gegenstände zu zerstören. Wieder andere Hunde jaulen während des Alleinseins, bellen viel oder nagen ihre Pfoten an.

Ein Zitat von Konrad Lorenz zu Schlittenhunden beschreibt die Haltung der Samojeden recht gut:

„Findet ein solcher Hund einen echten Herrn nicht oder verliert diesen, wird er zur Katze, d.h. er lebt ohne tiefere Bindung neben dem Menschen dahin. In diesem Zustand befinden sich die allermeisten der nordamerikanischen Schlittenhunde, deren tiefe Seelenwerte fast nie ausgeschöpft werden.“

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